New Work Dictionary

New Work Dictionary

Dieses kleine Wörterbuch zu New Work wird fortlaufend von uns ergänzt. Wir freuen uns über Vorschläge für weitere Einträge und über Ergänzungen zu Inhalt und Bedeutung.

      

Feedback

Fehlerfreundlichkeit

Kickertisch

Growth mindset

Holocracy

Innovation

Intuition Design

Kanban

Kompetenzen

Lean Management

Lebenslanges Lernen

Meditation

Millenials

Multitasking

Napping

New Work

Nudging

Pairing

Kollegiale Beratung

Psychologische Sicherheit

Scrum

Servant Leadership

Smartphone

Smart Work

T-shaped

Theory U

Transparenz

VUCA-Welt

Werte

Wertschätzung

Working Out Loud

Achtsamkeit

Achtsamkeit ist die Kunst, ganz anwesend zu sein. Sie richtet sich auf die eigenen Gedanken und Gefühle, andere Personen sowie allgemein auf die Situation, in der wir uns befinden. Sie führt nicht zwingend zu besseren Leistungen, kann aber, richtig eingesetzt, Stress und Ängste verringern, Wertschätzung erhöhen und uns empfänglich machen für die Details, die zählen. Sie dient insbesondere als Ausgleich zur beständigen Teilaufmerksamkeit, zu der uns die Aufmerksamkeitsindustrie und unsere meist digitalen Arbeitsweisen nötigen. – Achtsamkeit ist damit ein ungleicher Kampf. Er wird geführt in der Hoffnung, dass Goliath noch einen Schatten hat, in dem sich David verstecken kann. 

Agilität

Agilität ist eine Arbeitsweise, die darauf reagiert, dass Anforderungen sich dynamisch ändern und langfristige Pläne beim Kontakt mit der Realität (Umsetzungsschwierigkeiten, Marktveränderungen, Kunden) oft schnell geändert werden müssen. Die Zahl und rasche Folge neuer Pläne erweckt dabei mitunter den Eindruck von Planlosigkeit (oder gar böswilliger Planlosigkeit vgl. das Bananenprinzip). – Agiles Arbeiten ist älter als New Work, hat in Zeiten des nie endenden Software-Updates und der Volatilität digitaler Märke aber stark an Bedeutung gewonnen. – Auf der Organisationsebene unterscheidet sich Agilität von funktionaler und Matrix-Struktur und zeichnet sich dadurch aus, dass Mitarbeiter_innen weitgehend selbst entscheiden können, an welchen Projekten sie arbeiten. Agile Arbeits- und Organisationsweise sind in Startups oft deckungsgleich.

A. I.

Künstliche Intelligenz ist die Fähigkeit von Maschinen, menschliche Intelligenz zu simulieren. Allerdings wird in der Praxis, um Kunden oder Investoren zu beeindrucken, diese Fähigkeit oft noch von Menschen (=Praktikanten) simuliert. Überhaupt besteht für den Arbeitsalltag heute eher die Gefahr, dass der Mensch wird wie Computer (siehe Multitasking) als anders herum. Für die Zukunft allerdings sollten wir uns wohl überlegen, wie sich die Ersetzung unserer Intelligenz als Augmentierung verwirklichen lässt. Der erste Schritt dazu ist die Einsicht: Wenn wir so weiterarbeiten wie Maschinen, werden wir leichter von ihnen ersetzt.

Arbeit 4.0

„Arbeit 4.0“ ist die deutsche Wendung für New Work. Sie betont, abgeleitet vom Wunsch- und Prognosebegriff „Industrie 4.0“, die technologischen Aspekte der neuen Arbeitswelt. Zudem markiert sie, brav und deutsch, die historische Position des aktuellen Wandels. – Dass allerdings die Nachkommastelle nur beim Web 2.0 wirklich Sinn ergibt – als Anspielung auf die Versionsnummern digitaler Produkte – wurde bei der Nachbildung anscheinend übersehen. Andererseits stellt es schon ein schönes Zahlenspiel dar, neun Weber ohne Webstuhl (als Arbeit 0.9) verwandelt zu sehen in einen Webstuhl ohne Weber (Arbeit 1.0).

Aufmerksamkeitsindustrie

Die Ökonomie der Aufmerksamkeit ist ein Produktionssystem, dessen Ressource Aufmerksamkeit ist. Sie stellt eine der größten Herausforderungen für erfüllendes und produktives Arbeiten dar. Ihre Güter bestehen in der Regel aus Zerstreuungen und ihr zentrales Medium ist der Bildschirm. Spätestens seit dem Web 2.0 arbeiten die meisten von uns sehr aktiv und höchstkonditioniert der A. zu und erschöpfen dadurch drei unserer wichtigsten Ressourcen: Konzentration, Gedächtnis und Willenskraft. Dabei entsteht eine doppelte Eichhörnchenhaltung: Mit dem „Smartphone“ als unserer Nuss werden wir zur Nuss der Industrie.

Automatisierung

Die Automatisierung, d. h. die Ersetzung menschlicher Tätigkeiten durch die Digitalisierung, ist der Webstuhl des 21. Jahrhunderts. Trotz steigender Ängste sind vergleichbare Aufstände nicht zu erwarten, nicht zuletzt, da die Technik selbst effektiv Gefühle und Handlungspotenziale zerstreut (siehe Smartphone). Zudem gilt die Daumenregel „Was sich automatisieren lässt, ist ohnehin keine aufregende Arbeit.“ – Zuversichtliche Zeitgenoss_innen überlegen längst, wie sie all die Zeit verwenden, die uns Computer schenken werden. Besorgteren empfehlen wir, die Automatisierung als Augmentierung zu betrachten – und sich ebenfalls zu überlegen, was sie wohl tun werden, wenn sie künftig keine E-Mails mehr beantworten müssen.

Kognitive Verzerrung

Eine kognitive Verzerrung (englisch: „cognitive bias“) ist eine Form der Irrationalität verursacht durch geistige Daumenregeln, die Menschen intuitiv verwenden. Die meisten dieser Heuristiken sind fest im Gehirn verankert, d. h. sie können nur schwer abtrainiert werden. Gleichwohl ist es möglich, ihre teils verheerenden Auswirkungen insbesondere auf Entscheidungsprozesse zu verringern. Dies erreichen neue Arbeitsweisen u. a. durch Intuition Design. – Eine unserer Lieblingsverzerrungen ist der fundamental attribution error, der sich gern mit Selbstüberschätzung (siehe hier auch: Dunnig-Kruger-Effekt) verbindet. Er besteht darin, dass wir Fehler, die uns selbst unterlaufen, tendenziell unserer Umwelt zuschreiben, während wir Fehler, die anderen unterlaufen, eher diesen selbst anlasten.

Kreativität

Kreativität ist die Fähigkeit, auf neue und vorzugsweise nützliche Ideen zu kommen, und ist damit gleichsam die Fähigkeit, sich auf den Zufall verlassen zu können. Ihr Prozess besteht aus vier Teilen:

 

A | Konzentrierte Einarbeitung in das zu lösende Problem

B | Fortsetzung durch unbewusste Denkprozesse (=Inkubation)

C | Einfälle

D | Bewertung der Einfälle

 

Qualität und Menge der so entstehenden Ideen können durch richtiges Training erheblich verbessert werden. Am Arbeitsplatz führt die Bewertung am häufigsten zu Problemen, v. a. aufgrund kognitiver Verzerrungen, vorschneller Kritik und vielen meist unbewussten Begrenzungen unseres Denkens. Ähnlich wie Empathie scheint Kreativität zuletzt abgenommen zu haben. Zum Glück teilt sie mit ihr eine weitere Eigenschaft: trainierbar zu sein.

Design Thinking

Design Thinking ist ein Prozess, der der Produktentwicklung dient. Er zeichnet sich durch starke Orientierung am Kunden aus (z. B. durch kontinuierliches Feedback) und verwendet meist Kreativitätstechniken bei den Reflexions- und Entwurfsphasen, die sich zur Ergänzung und Korrektur gemeinhin wiederholen (=Iterativität). Die Stärke des Design Thinkings liegt in der Lösung von zunächst unzureichend definierten Problemen sowie in der genaueren Ausrichtung eines Produkts an den Kund_innen. – Streng genommen verzaubert das Design Thinking somit den oft frustrierenden Prozess des klassischen Designens (=Ermittlung der unklaren Vorstellungen des Auftraggebers, immer neue Überarbeitungswünsche usf.) in eine angenehm agile, praktische und seinerzeit neue Problemlösungsmethode.

Digitale Demenz

Digitale Demenz (oft auch „Technostress“) ist die Beeinträchtigung unser geistigen Fähigkeiten durch (übermäßige) Nutzung digitaler Technologien. Kreativität, Gedächtnis und der wache, volle Einsatz unserer Sinne sind davon unter anderem betroffen. Zudem führen digitale Technologien oft zu einem Suchtverhalten, das diese Phänomene verstärkt. Das sogenannte „Digital Detox“ ist angesichts digitaler Demenz ungefähr so sinnvoll, wie für zwei Tage mit dem Rauchen aufzuhören.

Digitalisierung

Die Digitalisierung bezeichnet die Veränderung unserer Lebens- und Arbeitsweisen durch die Nutzung digitaler Technologien. Dabei können Computer vieles besser als wir und wir vieles besser als Computer. Zu den Herausforderungen von New Work zählt, beides zunächst theoretisch auseinander zu halten, um es dann praktisch sinnvoll zu verbinden (siehe Digitale Demenz, Empathie, Multitasking, Smart Work). – Sprachgeschichtlich stammt „Digitalisierung“ vom lateinischen Wort für Finger ab. Auch mit Blick auf die Smartphone-Nutzung könnte man daher von einem Zeitalter des Fingers sprechen – auch des Fingers, auf den uns die Technik reduziert.

Diversität

Diversität (engl.: diversity) kennzeichnet eine Gruppe, in der (positiv verstandene) Vielfalt besteht. Gemäß den sog. Big 6 gehören dazu Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung, Behinderung, Religion und ethnische Herkunft. Diese Liste ist, je nach dem, welche Unterschiede man als erheblich betrachtet, frei erweiterbar und meist politisch, moralisch oder ökonomisch motiviert. – Die Vorteile von Vielfalt sind vielfältig. So zeigt sich u. a., dass Teams, die sich zugleich durch Diversität und psychologische Sicherheit auszeichnen, im Schnitt deutlich leistungsfähiger als homogene Vergleichsgruppen sind. – Neben der üblichen Erhöhung von Diversität durch Gruppenzusammenstellung besteht auch die Möglichkeit, dass Einzelne je ihre eigene Verschiedenheit entdecken, aktivieren und einbringen. Im Idealfall gehen diese innere und jene äußere Vorgehensweise Hand in Hand. Da Gruppen grundsätzlich dazu neigen, Hierarchien, Homogenität sowie Ab- und Ausgrenzungen zu entwickeln, ist Diversität von sich aus kein stabiler Zustand und erfordert, auf allen gesellschaftlichen Ebenen, stets großes Bewusstsein und Proaktivität. – Pro-Tipp bei Recruiting-Engpässen: Die Forschung zeigt, dass bereits die Erwartung, jemand, der anders denke, trete der eigenen Gruppe bei, diese kreativer und leistungsfähiger arbeiten lässt.

Empathie

Empathie ist die Fähigkeit, die emotionale und kognitive Perspektive anderer einzunehmen. Trotz ihrer möglichen Rückläufigkeit, gehört sie zu den zentralen Kompetenzen von New Work und zukünftiger Arbeitswelten. In welchem Umfang sie angeboren ist, mag strittig sein; „ab Werk” verfügt sie jedenfalls über eine Vielzahl von Schwächen: Sie bevorzugt Peers, ist energieaufwändig, erschwert emotional harte, aber richtige Entscheidungen und ist unzuverlässig und ungleich verteilt. Daher ist unbedingt geboten, den richtigen Umgang mit ihr zu trainieren (siehe Intuition Management und Smart Work).

Innovation

„Innovation“ ist ein Begriff, der seiner Abnutzung zum Opfer gefallen ist. Nachdem von der Freistoßtechnik bis zur fünften Scherkopfklinge praktisch alles damit benannt wurde, ist er nahezu bedeutungslos geworden. Früher bezeichnete „Innovation“ eine neue und nützliche Idee, die erfolgreich umgesetzt wurde, vorzugsweise durch die Etablierung am Markt oder in anderen Bereichen der Gesellschaft. Da das Finden nützlicher Ideen anderer Fähigkeiten bedarf als ihre Umsetzung, waren nicht alle Kreativen auch Innovatoren und anders herum.

Intuitionsdesign

Intuitionsdesign ist eine Methode zur Verbesserung von Entscheidungen. Im ersten Schritt werden diejenigen Heuristiken und Denkfehler aufgedeckt, die unbewusst und systematisch unsere Entscheidungen beeinflussen. Im zweiten Schritt wird gezeigt, wie man methodisch diese Denkfehler vermeidet oder, in schwerwiegenden Fällen, ihre negativen Nebenwirkungen zumindest minimiert – um wohlabgewogene, rationale Entscheidungen zu treffen. – Viele Manager vertrauen allerdings nach wie vor ihrem Bauchgefühl, was ungefähr so sinnvoll ist, wie durch einen Münzwurf den nächsten Zug beim Schach zu ermitteln.

Kickertisch

Neben der Ping-Pong-Platte und der Playstation im Pausenraum ist der Kickertisch eine der Insignien der neuen Arbeitswelt. Er steht für Work-Life-Blending, Spaß im Team und, aufseiten des Establishments, für die Skepsis, es handle sich bei New Work um bloße Spielerei.

Lebenslanges Lernen

Lebenslanges Lernen ist Ideal und Praxis beständiger Weiterentwicklung in einer Umwelt, die sich unablässig ändert. Bedauerlicherweise erinnert der Begriff im Deutschen eher an ein Strafmaß als an die Möglichkeit, auch in wechselnden Kontexten erfolgreich und erfüllt zu arbeiten. Um den Aspekt der Chance zu betonen und weniger den der Forderung, ist die Wendung „beständiges Lernen“ vorzuziehen.

Millenials

Millenials (aka Generation Y) sind die Gruppe der zwischen den frühen 80ern und späten 90ern Geborenen. Ihnen wird – durch die Forschung nicht schlüssig zu belegen – eine Reihe von Eigenschaften zugesprochen, darunter das Bestreben, die Arbeit besser auf das Leben abzustimmen, der Wunsch nach mehr Feedback sowie ein höheres Bedürfnis nach Sinn und Selbstverwirklichung im Erwerbsleben. – Insofern die Unterstellung solcher Interessen grundsätzlich die Bildung eines besseren Arbeitsumfelds fördert, dürfte gegen das Konzept „Millenial“ nichts einzuwenden sein. – Wie allerdings die meist mitunterstellten Eigenschaften der Selbstüberschätzung, Ungeduld und des Narzissmus zu behandeln wären, ist eine andere Frage.

New Work

New Work ist eine Sammelbezeichnung für Praktiken, Denkweisen und Organisationsformen im Arbeitskontext, die auf wirtschaftliche und allgemein gesellschaftliche Veränderungen im 21. Jahrundert reagieren. Zu diesen Veränderungen gehören

 

(1) die Möglichkeiten und Herausforderungen der digitalen Wende;

(2) die auch allgemein gestiegene Komplexität der Umwelt (aka VUCA-Welt); sowie

(3) der größere Einfluss psychologischer Erkenntnisse auf die Arbeitspraxis.

 

New Work reagiert auf diesen Wandel betont progressiv und in drei verknüpften Hinsichten:

 

(A) mit Vorschlägen zu einer stärker am Menschen orientierten Arbeit (human-centered work, Smart Work);

(B) mit Entwürfen flexiblerer Arbeits- und Organisationsformen; sowie

(C) mit der starken Betonung und Förderung kollaborativer Arbeitsformen.

 

Bewunderer von New Work weisen auf die Ironie hin, dass die gestiegene Technologisierung somit zu mehr Menschlichkeit in der Arbeitswelt führe; Kritiker wenden ein, dass die Bewegung nicht von dem Staub zu unterscheiden sei, den sie aufwirbele, und dass, wenn sich dieser gelegt habe, doch nur wieder der alte Adam (resp. Eva) zum Vorschein komme, mit nur leicht verschobenen Bequemlichkeiten. – Weiterführende Überlegungen finden Sie hier.

Psychologische Sicherheit

Psychologische Sicherheit ist ein Gruppenklima, das erlaubt, ohne Angst Risiken einzugehen. Zu diesen Risiken zählen vor allem mögliche Fehler sowie der Ausdruck von Emotionen, Meinungen (siehe Transparenz) und individuellen Unterschieden (siehe Diversity). Laut Googles Studie Aristotle ist psychologische Sicherheit der wichtigste Faktor für Erfolg in Teams. Sie erleichtert insbesondere das Lernen. Eine unserer Lieblingsstudien zeigt, dass p. S. auch die Überlebenschancen bei Expeditionen im Himalaya erhöht. Vergleichbares dürfte für Unternehmen gelten. – Für die Cracks: Psychologische Sicherheit und Vertrauen sind nicht dasselbe, ergänzen sich aber.

Scrum

Scrum ist eine Methode des Produktmanagements. Sie beruht auf der Einsicht, dass viele Projekte zu komplex und zu wenig vorhersehbar sind, um sie im Voraus umfassend planen zu können. Daher wird der Entwicklungsprozess in kleinere, transparente und überprüfbare Arbeitsabschnitte unterteilt, die eine höhere Abstimmung auf wechselnde Erfordernisse ermöglichen. – Genauer: Aufgaben werden von einem sog. Product Owner in Pakete zerlegt, diese in einem sog. Backlog festgehalten, dann in sog. Sprints bearbeitet, während ein sog. Scrum-Master das Team bei der Durchführung unterstützt. – Kritiker bemängeln, dass trotz all der Sprints ein zu großer Teil der Arbeit gleichsam im Stehen stattfinde (cf. stand-ups), wodurch die gewonnene Agilität durch Transparenzherstellung gefressen werde.

Smartphone

Das Smartphone ist ein Gerät, mit dem Kunden in Waren verwandelt werden, also eine Form von schwarzer Magie. Anders als der Name suggeriert, gehört von den durchschnittlich zweieinhalb Stunden, die wir ihm täglich schenken, nur ein Bruchteil geistig anspruchvollen Tätigkeiten. Smart ist viel eher, wie die Industrie durch variable Belohnungen Milliarden von Usern dazu gebracht hat, brav das eigene Verhaltensprofil in Datenbanken einzupflegen. – Um zu betonen, in welchen Zustand das sogenannte Smartphone seine User versetzt, ist der englische Begriff „cell phone“ vorzuziehen.

Smart Work

Smart Work ist eine Arbeitsweise, bei der wir schonend und nachhaltig mit unseren geistigen, emotionalen und körperlichen Energien umgehen. Sie führt dazu, dass wir beruflich und privat das schaffen, was wir wollen. Ihr liegt die Überzeugung zugrunde, dass Produktivität und Zufriedenheit sich wechselseitig fördern, und dass Arbeit ausgerichtet werden muss an unseren Stärken, Bedürfnissen und Leistungsgrenzen. Im digitalen Zeitalter ist diese Ausrichtung nötiger denn je (siehe Multitasking, Aufmerksamkeitsökonomie, VUCA-Welt).

T-shaped

Eine Mitarbeiterin, die T-shaped ist, stellt eine Kombination aus Generalistin (Querbalken) und Expertin (senkrechter Strich) dar. Sie gilt als Wollmilchsau des Personals, da sie breit eingesetzt werden und leicht über die eigene Spezialisierung hinaus kommunizieren kann. In extremen Fällen kann ein Person, die T-shaped ist, ganz allein ein cross-funktionales Team bilden. In vielen Startups muss sie das sogar.

VUCA-Welt

Die Abkürzung „VUCA“ bezeichnet eine Krise unseres Umgang mit der Welt. Mit ihr wird behauptet, dass die Welt unbeständig, ungewiss, komplex und mehrdeutig geworden sei (engl.: volatile, uncertain, complex und ambiguous). Natürlich war die Welt schon immer vielfältig und schwer zu verstehen. Aber spätestens seit der digitalen Wende sind diese Schwierigkeiten gewachsen wie nie zuvor und lassen sich nicht mehr nur mit herkömmlichen Mitteln beherrschen (Religion, Ideologie, Kopf in den Sand). Daher brauchen wir heute neue Denkweisen und Methoden, um auch in der digitalen Revolution erfüllt zu leben und arbeiten. Dazu gehört vor allem ein genaues Bewusstsein von dem, was in allem Wandel konstant geblieben ist: von uns selbst.

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