New Work Dictionary

New Work Dictionary

This little lexicon of New Work is a work in progress. Please contact us, if you like to add entries or modify meaning and content. Thank you!

      

Error friendliness (soon)

Feedback (soon)

Foosball Table

Growth mindset (soon)

Holocracy (soon)

Innovation

Intuition Design

Kanban (soon)

Kompetenzen (soon)

Lean Management (soon)

Lifelong Learning

Meditation (soon)

Millenials

Napping (soon)

New Work

Nudging (soon)

Pairing (soon)

Peer-to-Peer-Consulting (soon)

Psychological Safety

Scrum

Servant Leadership (soon)

Smartphone

Smart Work

T-shaped person

Theory U (soon)

Transparency (soon)

Values (soon)

Appreciation (soon)

Vuca World

Working Out Loud (soon)

Mindfulness

Achtsamkeit ist die Kunst, ganz anwesend zu sein. sie richtet sich auf die eigenen Gefühle und Empfindungen, das aktuelle Gegenüber sowie auf die Eigenschaften der Situation, in der man sich befindet. Sie dient insbesondere als Ausgleich zur beständigen Teilaufmerksamkeit, zu der uns die Aufmerksamkeitsindustrie und unsere meist digital gestützten Arbeitsweisen nötigen. Achtsamkeit führt nicht zwingend zu größerer Produktivität, kann aber, richtig eingesetzt, Stress verringern, Wertschätzung erhöhen und den Blick empfänglich machen für Details.

Agility

Agilität ist eine Arbeitsweise, die darauf reagiert, dass Anforderungen sich dynamisch ändern und langfristige Pläne beim Kontakt mit der Realität (Umsetzungsschwierigkeiten, Marktveränderungen, Kunden) oft schnell geändert werden müssen. Die Zahl und rasche Folge neuer Pläne erweckt dabei mitunter den Eindruck von Planlosigkeit (oder gar böswilliger Planlosigkeit vgl. das Bananenprinzip. – Agiles Arbeiten ist älter als New Work, hat in Zeiten des nie endenden Software-Updates und der Volatilität digitaler Märke aber stark an Bedeutung gewonnen. – Auf der Organisationsebene unterscheidet sich Agilität von funktionaler und Matrix-Struktur und zeichnet sich dadurch aus, dass Mitarbeiter_innen weitgehend selbst entscheiden können, an welchen Projekten sie arbeiten. Agile Arbeits- und Organisationsweise sind in Startups oft deckungsgleich.

A. I.

Künstliche Intelligenz ist die Fähigkeit von Maschinen, menschliche Intelligenz zu simulieren. Allerdings wird in der Praxis, um Kunden oder Investoren zu beeindrucken, diese Fähigkeit oft noch von Menschen (=Praktikanten) simuliert. Überhaupt besteht für den Arbeitsalltag heute eher die Gefahr, dass der Mensch so wie Computer wird (siehe Multitasking) als anders herum. Für die Zukunft allerdings sollten wir uns überlegen, wie sich die Ersetzung unserer Intelligenz als Augmentierung verwirklichen lässt. Der erste Schritt dazu ist die Einsicht: Wenn wir so weiterarbeiten wie Maschinen, werden wir leichter von ihnen ersetzt.

Arbeit 4.0

“Arbeit 4.0” (=Work 4.0) is the German word for New Work. Derived from the rather aspirational concept “Industry 4.0” it emphazises the technological aspects of the new work environment. It also marks, in a very German way, the historic position of recent developments. – Unfortunately, one seems to have overlooked that the decimal place – an allusion to the version numbers of software – does not make any sense here, really. Then again, it is quite a nice numbers game to see nine weavers without a loom (Arbeit 0.9) transformed into a loom without any weavers (Arbeit 1.0).

Attention Industry

The attention economy is a production system whose resource is our attention. It is one of the biggest threats for working smart, happy and productively. Its goods are usually distractions und their main medium is the screen. Since the beginning of the Web 2.0 most of us do the highly conditioned legwork for the attention economy. By this, we deplete three of our most valuable resources: concentration, memory and – uhm. Gosh, I forgot.

Automation

Die Automatisierung, d. h. die Ersetzung menschlicher Tätigkeiten durch die Digitalisierung, ist der Webstuhl des 21. Jahrhunderts. Trotz steigender Ängste sind Aufstände nicht zu erwarten, da die Technik selbst effektiv Emotionen zerstreut und Handlungspotentiale bündelt (siehe Smartphone). Zudem gilt die Regel “Was sich automatisieren lässt, ist ohnehin keine aufregende Arbeit.” – Zuversichtliche beginnen längst zu überlegen, was sie mit all der Zeit anfangen, die ihnen die Computer abnehmen werden. Besorgteren empfehlen wir, die Automatisierung als Augmentierung zu denken (und sich auch schon einmal zu überlegen, was sie tun werden, wenn sie mal keine Emails beantworten müssen).

Cognitive Bias

A cognitive bias is a form of irrationality caused by mental shortcuts that are unconsciously used while thinking intuitively. Most of these heuristics seem to be hardwired, i.e. they cannot be easily unlearned. It is still possible to lessen their often desastrous influence by first becoming aware of them and then designing our intuitions accordingly. Berlin Alley is specialized at that and will help you work towards more control over your mind.

Creativity

Creativity is the ability to come up with new and preferably valuable ideas. Its process involves four stages:

 

1 | familiarization with the problem

2 | incubation (=unconscious processing of the problem)

3 | the hunch (=the impression to be blessed with an idea)

4 | verification (=prefering reasons over the hunch, mostly)

 

Flow and output of this process can be greatly enhanced, given the right coaching. In most workplaces the verification stage is the most troublesome due to biases, snap criticism and many personal and social borders, followed by a sheer lack of time to incubate.

Design Thinking

Design Thinking ist ein Prozess, der der Produktentwicklung dient. Er zeichnet sich durch starke Orientierung an den Kundenbedürfnissen aus (z. B. durch kontinuierliches Feedback) und verwendet Kreativitätstechniken bei den Reflexions- und Entwurfsphasen, die sich zur Ergänzung und Korrektur gemeinhin wiederholen (=Iterativität). Die Stärke des Design Thinkings liegt in der Lösung von zunächst unzureichend definierten Problemen sowie in der genaueren Ausrichtung eines Produkts am Kunden. – Streng genommen verzaubert das Design Thining somit den oft frustrierenden Prozess des klassischen Designens (Ermittlung der unklaren Kundenvorstellungen, kontinuierliche Umsetzung neuer Überarbeitungswünsche usf.) in eine angenehm agile, praktische und seinerzeit neue Problemlösungsmethode.

Digital Dementia

Digital dementia is the degradation of our cognitive abilities by (overly) relying on digital technology. Especially the abilities to focus, to remember things, to think out of the box and to make full use of our senses are affected. Additionally, digital technology often leads to addictive behavior which, among others, increases the above mentioned effects. Less popular names are digital numbness or digital amnesia.

Digitalization

Die Digitalisierung bezeichnet die Veränderung unserer Lebens- und Arbeitsweisen durch die Nutzung digitaler Technologien. Dabei können Computer vieles besser als wir und vieles können wir wiederum besser als Computer. Zu den Herausforderungen von New Work zählt, beides in der Praxis auseinander zu halten (siehe Digitale Demenz, Empathie, Multitasking, Smart Work). – Sprachgeschichtlich stammt “Digitalisierung” vom lateinischen Wort für Finger: digitus. Auch mit Blick auf die Smartphone-Nutzung könnte man daher von einem Zeitalter des Fingers sprechen, auf den uns die Technik reduziert.

Diversity

Diversität (engl.: diversity) kennzeichnet eine Gruppe, deren Mitglieder sich in bestimmten Eigenschaften unterscheiden. Gemäß den sog. Big 6 gehören dazu Geschlecht, Alter, sexuelle Orientierung, Behinderung, Religion und ethnische Herkunft. Diese Liste ist, je nach dem, welche Unterschiede man als erheblich betrachtet, frei erweiterbar. Meist wird sie mit politischem oder ökonomischem Interesse aufgestellt. – Jenseits von Fragen der Gerechtigkeit zeigt sich in Unternehmen, dass Gruppen, die sich zugleich durch Diversität und psychologische Sicherheit auszeichnen, im Schnitt deutlich leistungsfähiger als homogene Vergleichsgruppen sind. – Neben der üblichen Förderung von Diversität durch die Gruppenzusammenstellung gibt es auch die Möglichkeit, dass Einzelne ihre je eigene Verschiedenheit entdecken, aktivieren und in die Gruppe einbringen. Im Idealfall gehen diese innere und jene äußere Vorgehensweise Hand in Hand.

Empathy

Empathie ist die Fähigkeit, die emotionale und kognitive Perspektive anderer zu einzunehmen. Trotz ihrer möglichen Rückläufigkeit, gehört sie zu den zentralen Kompetenzen vom New Work und zukünftiger Arbeitswelten. In welchem Umfang sie angeboren ist, mag strittig sein; “ab Werk” verfügt sie jedenfalls über eine Vielzahl von Schwächen: Sie bevorzugt Peers, ist energieaufwändig, erschwert emotional harte, aber richtige Entscheidungen und ist unzuverlässig und ungleich verteilt. Daher ist unbedingt geboten, den richtigen Umgang mit ihr zu trainieren (siehe Intuition Management).

Innovation

Apart from still being the No. 1 buzzword in business, an innovation is a new and valuable idea that has been put to work. Meaning, it has been successfully adopted by the market or, more generally, by the society. Since coming up with a valuable idea requires other skills than its implementation, not all creatives are necessarily innovators and vice versa.

Intuition Design

Intuition Design is Berlin Alley’s method for improving decision making. In a first step, it reveals the heuristics and biases that systematically and unconsciously influence your decisions. In a second step, intution design gives practical advice on how to methodically avoid or at least lessen the negative side effects of these mental shortcuts and make well balanced decisions.

Foosball Table

Zusammen mit der Ping-Pong-Platte und der Playstation im Pausenraum ist der Kickertisch eine der Insignien der neuen Arbeitswelt. Er steht für Work-Life-Blending, Spaß mit den Kolleg_Innen und, aufseiten des Establishments, für die Skepsis, es handle sich bei New Work um bloße Spielerei.

Lifelong Learning

Lebenslanges Lernen ist ein Ideal kontinuierlicher Weiterentwicklung in einer Umwelt, die sich unabsehbar ändert. Bedauerlicherweise wird im Deutschen durch die Formulierung eher an ein Strafmaß als an die Möglichkeit erinnert, auch in wechselnden Kontexten erfolgreich und erfüllt zu arbeiten. Um den Aspekt der Chance zu betonen und weniger den der Forderung und ist die Wendung “beständiges Lernen” vorzuziehen.

Millenials

Millenials (aka Generation Y) sind die Gruppe der zwischen den frühen 80ern und späten 90ern Geborenen. Ihnen wird – durch die Forschung nicht schlüssig zu belegen – eine Reihe von Eigenschaften zugesprochen, darunter das Bestreben, die Arbeit besser auf das Leben abzustimmen, der Wunsch nach mehr Feedback sowie ein höheres Bedürfnis nach Sinn und Selbstverwirklichung bei der Arbeit. – Insofern die Unterstellung solcher Interessen die Bildung eines besseren Arbeitsumfelds fördert, dürfte gegen das Konzept “Millenial” nichts einzuwenden sein. (Wie die oft ebenfalls unterstellten Eigenschaften der Selbstüberschätzung, Ungeduld und des Narzissmus zu behandeln seien, ist freilich eine andere Frage.)

New Work

New Work ist eine Sammelbezeichnung für Praktiken, Denkweisen und Organisationsformen, die auf Veränderungen der Arbeitswelt im 21. Jahrundert reagieren. Zu diesen Veränderungen gehören (1) die Möglichkeiten und Herausforderungen der digitalen Wende, (2) die auch allgemein gestiegene Komplexität der Umwelt (aka VUCA-Welt) sowie (3) der höhere Einfluss psychologischer Erkenntnisse auf die Arbeitpraxis. New Work reagiert auf diesen Wandel betont progressiv und in drei verbundenen Hinsichten: mit Vorschlägen zu einer stärker am Menschen orientierten Arbeit (human-centered work); mit Entwürfen flexiblerer Arbeits- und Organisationsformen; sowie mit der starken Betonung und Förderung kollaborativer Arbeitsformen. – Bewunderer von New Work weisen auf die Ironie hin, dass die gestiegene Technologisierung somit zu mehr Menschlichkeit in der Arbeitswelt führe; Kritiker wenden ein, dass die Bewegung nicht von dem Staub zu unterscheiden sei, den sie aufwirbele, und dass, wenn sich dieser gelegt habe, doch nur wieder der alte Adam (resp. Eva) zum Vorschein komme, mit nur leicht verschobenen Bequemlichkeiten. – Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Psychological Safety

Psychologische Sicherheit ist eine Atmosphäre, die erlaubt, ohne Angst Risiken einzugehen. Zu diesen Risiken zählen vor allem das Begehen von Fehlern sowie der Ausdruck von Emotionen, Meinungen (s. Transparenz) und individuellen Unterschieden (s. diversity). Laut Googles Studie “Aristotle” ist psychologische Sicherheit der wichtigste Faktor für Erfolg in Teams. Eine unserer Lieblingsstudien zeigt, dass p. S. auch die Überlebenschangen bei Expeditionen im Himalaya erhöht. Vergleichbares dürfte für Unternehmen gelten.

Scrum

Scrum ist eine Methode des Produktmanagements. Sie beruht auf der Einsicht, dass viele Projekte zu komplex und ihr Prozess nicht vorhersehbar ist, um sie im Voraus mit einem umfassenden Plan anzugehen. Daher wird der Entwicklungsprozess in kleinere, transparente und veränderbare Arbeitsabschnitte unterteilt, die eine höhere Abstimmung auf wechselnde Erfordernisse ermöglichen. Genauer: Aufgaben werden von einem sog. Product Owner in Pakete zerlegt, diese in einem sog. Backlog festgehalten, in sog. Sprints bearbeitet, während ein sog. Scrum-Master das Team bei der Durchführung unterstützt. – Kritiker bemängeln, dass trotz all der Sprints ein zu großer Teil der Arbeit im Stehen stattfinde (cf. stand-ups), wodurch die gewonnene Agilität durch Transparenzherstellung gefressen werde.

Smartphone

A device used by the attention industry to transform a customer into a good. Its name misrepresents the effect it has on its so-called “user”: Just a fracture of the 2 to 3 hours we spend mopping the glass can be considered as making us smarter. At Berlin Alley, we prefer the word “cell phone” to highlight the state the user is put in by the device.

Smart Work

Smart work allows us to handle our cognitive, emotional and physical energies better. It allows us to thrive on a professional level as well as in our private lifes. More specifically, smart work rests on the assumptions that, first, productivity and well-being complement each other and that, second, work has to be aligned to the strengths, needs and limitations of people. In the digital age, a smart worker has to be capable of a wide set of techniques for that matter – many of them help to counteract the impositions of the digitalization itself. A smart worker is focused, rested, resourceful and happy at work.

T-shaped person

Die T-shaped person ist eine Kombination aus Generalistin (Querbalken) und Expertin (senkrechter Strich). Sie gilt als Wollmilchsau des Personals, da sie breit eingesetzt werden und leicht über die eigene Spezialisierung hinaus kommunizieren kann. In extremen Fällen kann eine T-shaped person allein ein cross-funktionales Team bilden. In vielen Startups muss sie das sogar.

VUCA World

“VUCA” is a term used to describe the informational state of our world. It stands for “volatile, uncertain, complex and ambiguous” and marks a crisis in how we handle and perceive the world, especially the economy. To be fair, the world has alway been a complex, fast and difficult place. But recently these difficulties have become much harder to be contained with traditional strategies. Now, we need a metamindset and according strategies to handle the revolution of meaning, work and life. At Berlin Alley, we are convinced that these new methods can only be successful by aligning our work and thought to our nature – to our fundamental strengths, needs and limitations.

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